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Standortkarte

Wo dienst du später?

Such deinen Ort, filtere nach Teilstreitkraft oder Truppengattung und sieh dir an, was dort stationiert ist. Die Farben der Marker folgen den Waffenfarben der Bundeswehr, so wie sie auch auf dem Kragenspiegel sitzen.

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Die interaktive Standortkarte

Klick auf einen Marker für Details. Gib deine Postleitzahl ein, dann zeigen wir dir die Standorte in deiner Nähe. Den Umkreis wählst du selbst, von 50 bis 300 Kilometern. Die Karte läuft vollständig in deinem Browser, es werden keine Daten übertragen und keine externen Kartendienste geladen.

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Standort

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Treffer

Schematische Darstellung mit einer Auswahl bekannter Standorte, Positionen auf Ortsebene. Die vollständige und verbindliche Standortübersicht führt die Bundeswehr selbst.

Farbsystem

Waffenfarben: das älteste Ordnungssystem der Truppe

Die Waffenfarbe zeigt, zu welcher Truppengattung des Heeres jemand gehört. Sie sitzt auf dem Kragenspiegel des Dienstanzugs und als Litze auf der Schulterklappe des Feldanzugs. Wer sie lesen kann, erkennt beim ersten Blick, ob jemand zur Panzertruppe, zur Artillerie oder zu den Pionieren gehört.

Die Luftwaffe kennt keine Truppengattungen im engeren Sinn, dort übernimmt Goldgelb durchgehend diese Rolle. Bei der Marine gibt es das System nicht, dort ordnen Laufbahn- und Verwendungsabzeichen ein.

Kleine Merkhilfe: Waffenfarbe und Barettfarbe sind zwei verschiedene Dinge. Erst die Kombination aus beidem erlaubt oft die eindeutige Zuordnung. Ein bordeauxrotes Barett mit grüner Litze steht zum Beispiel für Fallschirmjäger. Die Barettfarben stehen gleich darunter.

Die Bezeichnungen folgen dem Glossar der Bundeswehr. Die am Bildschirm dargestellten Farbwerte sind Annäherungen und dienen nur der Orientierung.

Am Kopf erkennbar

Barettfarben: sechs Farben, sechs Welten

Das Barett kam erst 1971 zur Bundeswehr, hat sich seitdem aber zum sichtbarsten Erkennungszeichen entwickelt. Anders als die Waffenfarbe steht es nicht für eine einzelne Truppengattung, sondern fasst mehrere Verwendungsreihen zu Gruppen zusammen. Deshalb gibt es nur eine Handvoll Farben, aber Dutzende Barettabzeichen darauf.

Die Farbe richtet sich nach deiner Verwendung, nicht nach deinem Wunsch. Wer später die Verwendung wechselt, wechselt in der Regel auch das Barett.

Warum du beides zusammen lesen musst: Ein bordeauxrotes Barett sagt „luftbeweglich oder Spezialkräfte“. Erst die Waffenfarbe darunter verrät, ob jemand Fallschirmjäger, Sanitäter oder Fernmelder in diesem Verband ist. Sanitätskräfte der Division Schnelle Kräfte tragen beispielsweise das bordeauxrote Barett ihres Verbandes, behalten aber ihre eigene Waffenfarbe.
GrünInfanterie. Jäger, Panzergrenadiere, Gebirgsjäger und das Wachbataillon.
BordeauxrotLuftbewegliche und Spezialkräfte. Fallschirmjäger, Kommando Spezialkräfte, Heeresflieger und Fernspäher.
SchwarzPanzertruppe und Aufklärung. Panzerbataillone und die Heeresaufklärungstruppe.
KorallenrotKampfunterstützende Truppen. Artillerie, Pioniere, ABC-Abwehr, Fernmelder, Logistik, Feldjäger und Operative Information.
DunkelblauMarine, Objektschutz und Offizieranwärter. Marineschutzkräfte, Objektschutz der Luftwaffe und Offizieranwärter mehrerer Bereiche.
HellblauEinsätze der Vereinten Nationen. Kein Truppenbarett, sondern das Zeichen einer Mission unter UN-Mandat.

Die Zuordnung folgt der Anzugordnung der Bundeswehr, ZDv 37/10. Einzelne Verbände weichen aufgrund ihrer Unterstellung oder ihrer Tradition ab, etwa die Heeresmusikkorps. Die Farbwerte am Bildschirm sind Annäherungen.

Wie die Standortentscheidung wirklich zustande kommt

Die Frage nach dem Standort ist für viele die emotionalste im ganzen Verfahren. Sie entscheidet darüber, ob man am Wochenende nach Hause kommt, ob eine Beziehung hält und ob man seine Freunde noch sieht. Umso wichtiger ist es zu verstehen, wie sie zustande kommt.

  1. Zuerst kommt die VerwendungNicht der Ort bestimmt die Tätigkeit, sondern die Tätigkeit den Ort. Eine Verwendung gibt es nur dort, wo der passende Verband liegt.
  2. Dann der freie DienstpostenSelbst wenn ein Verband am Wunschort liegt, muss dort gerade ein Platz frei sein.
  3. Dann dein WunschWünsche werden erfasst und nach Möglichkeit berücksichtigt. Sie sind ein Faktor, keine Zusage.
  4. Und schließlich deine FlexibilitätWer zwei oder drei Regionen akzeptiert, wird messbar schneller eingeplant als jemand, der nur eine einzige Stadt nennt.
Ehrlicher Rat: Nenn deine Wünsche klar und begründe sie, wenn es einen echten Grund gibt, etwa Pflegeverantwortung in der Familie. Aber mach die Bewerbung nicht von einem einzigen Ort abhängig. Der häufigste Weg zum Wunschstandort führt über eine spätere Versetzung, nicht über die Einstellung.

Häufige Fragen zu Standorten

Kann ich mir den Standort aussuchen?

Du kannst Wünsche angeben. Entschieden wird nach Bedarf, Verwendung und freien Dienstposten. Flexibilität verkürzt die Wartezeit spürbar.

Wie oft werde ich versetzt?

Das hängt stark von Laufbahn und Verwendung ab. In Mannschafts- und Fachverwendungen bleibt man oft lange an einem Ort. In Führungslaufbahnen gehören Wechsel zur Karriere dazu.

Muss ich am Standort wohnen?

In der Grundausbildung wohnst du in der Regel in der Kaserne. Danach gibt es je nach Situation Unterkunft auf dem Gelände oder eine eigene Wohnung. Für Heimfahrten und Umzüge gibt es Regelungen, die dein Personalführer mit dir bespricht.

Warum liegen manche Truppengattungen nur in einer Region?

Weil Ausbildung und Gerät an die Umgebung gebunden sind. Gebirgsjäger brauchen Berge, Marineeinheiten die Küste, Panzerverbände große Übungsplätze. Deshalb liegen bestimmte Verwendungen zwangsläufig in bestimmten Landesteilen.

Wo bewerbe ich mich?

Beim Karrierecenter der Bundeswehr, das für deinen Wohnort zuständig ist. Auf der Karte sind die Karrierecenter in Gold markiert.

Hintergrund

Standorte der Bundeswehr: warum die Landkarte so aussieht, wie sie aussieht

Die Verteilung der Standorte ist kein Zufall. Sie erzählt Geschichte, Geografie und Auftrag der Streitkräfte in einem.

Wer sich die Karte ansieht, erkennt schnell Muster. Die Marine liegt an Nord- und Ostsee, weil Schiffe einen Hafen brauchen. Gebirgsjäger sitzen im Alpenraum, weil Hochgebirgsausbildung ohne Berge nicht funktioniert. Große Panzerverbände liegen dort, wo es ausreichend große Truppenübungsplätze gibt, vor allem in der Lüneburger Heide, in Bayern und in Ostdeutschland.

Die historische Schicht

Ein zweites Muster stammt aus der Zeit der Teilung. Bis 1990 war die Bundeswehr auf die Verteidigung entlang der innerdeutschen Grenze ausgerichtet, entsprechend dicht lagen die Standorte in Niedersachsen, Hessen und Bayern. Nach der Wiedervereinigung kamen die Standorte der Nationalen Volksarmee hinzu, von denen ein Teil weitergenutzt wurde. Die zahlreichen Standortschließungen der Jahre 2004 und 2011 haben das Bild dann erheblich ausgedünnt.

Was sich gerade wieder ändert

Mit dem Personalaufwuchs und der Rückkehr der Landes- und Bündnisverteidigung in den Mittelpunkt wird an vielen Standorten wieder aufgebaut statt abgebaut. Für dich als Bewerber heißt das: Die Zahl der verfügbaren Dienstposten steigt, und damit steigen auch die Chancen auf eine Verwendung in erreichbarer Nähe. Gleichzeitig verschieben sich Schwerpunkte, etwa in Richtung Ostflanke und in Richtung Cyber- und Informationsraum.

Der Standort folgt der Verwendung. Nicht umgekehrt.

Fünf Organisationsbereiche, fünf Logiken

Heer

Am breitesten verteilt, von der Küste bis in die Alpen. Hier findest du die meisten Einstiegsmöglichkeiten und die größte Bandbreite an Truppengattungen.

Luftwaffe

Gebunden an Flugplätze und Radarstellungen. Wenige, dafür große Standorte, oft in ländlicher Umgebung.

Marine

Konzentriert auf Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und die Nordseeküste. Wer zur Marine will, muss den Norden mögen.

Cyber und Informationsraum

Der jüngste Bereich, Schwerpunkt im Rheinland und in Brandenburg. Hier entstehen aktuell die meisten neuen Dienstposten.

Unterstützungsbereich

Logistik, Feldjäger und Führungseinrichtungen. Über die ganze Republik verteilt, oft in der Nähe größerer Städte.

Sanitätsdienst

Krankenhäuser in Berlin, Hamburg, Koblenz, Ulm und Westerstede, dazu Sanitätsverbände an vielen Truppenstandorten.

Was das für deine Bewerbung bedeutet

Sieh dir die Karte an, bevor du deine Verwendungswünsche festlegst, nicht danach. Wenn dir eine bestimmte Region wichtig ist, prüfe zuerst, welche Verbände dort überhaupt liegen, und wähle deine Verwendung entsprechend. Wenn dir dagegen die Tätigkeit wichtiger ist als der Ort, dann gib mehrere Regionen an. Beides ist legitim. Nur die Kombination aus einer sehr speziellen Verwendung und einem einzigen Wunschort führt zuverlässig zu langen Wartezeiten.

Quellen & Transparenz

Offizielle Angaben haben Vorrang

ichwerdesoldat.de ist ein unabhängiges Angebot. Wir erklären Abläufe verständlich und prüfen veränderliche Angaben gegen offizielle Quellen. Verbindlich ist immer das, was dir dein zuständiges Karrierecenter schriftlich mitteilt. Eine rechtliche, medizinische oder einstellungsbezogene Bewertung deines Einzelfalls darf ausschließlich die zuständige Stelle vornehmen.

Persönlich

Welcher Standort passt zu deinem Leben?

Sag uns, wo du herkommst, was du dir vorstellst und was räumlich für dich geht. Wir sagen dir, welche Verwendungen in deiner Region realistisch sind und wo du dafür flexibel sein müsstest.

  • Einordnung deiner Wunschregion
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