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Soldaten im Heer der Bundeswehr sitzen vom Radschützenpanzer Boxer ab

Heer & Truppengattungen

Verwendungen im Heer: Truppengattungen, Berufe & KSK

Infanterie, Panzertruppen, Aufklärung, Artillerie, Pioniere, Heeresflieger, Logistik oder Fernmeldetruppe: Im Heer gibt es sehr unterschiedliche Aufgaben. Diese Übersicht zeigt dir, welche Truppengattungen es gibt, wie sie sich unterscheiden und was du wissen solltest, wenn dein langfristiges Ziel beispielsweise Fallschirmjäger oder das KSK ist.

GrößeRund 63.000

Soldatinnen und Soldaten, Stand Ende 2025. Damit ist das Heer die größte Teilstreitkraft.

FührungKommando Heer

Die Teilstreitkraft wird vom Kommando Heer in Strausberg bei Berlin geführt.

GroßverbändeVier Divisionen

1. und 10. Panzerdivision, Division Schnelle Kräfte und die Heimatschutzdivision.

OstflankeBrigade in Litauen

Außerdem ist die Panzerbrigade 45 seit 2025 dauerhaft in Litauen stationiert.

Auftrag

Was macht das Heer der Bundeswehr?

Das Heer ist also die Landstreitkraft der Bundeswehr. Seine Kernaufgabe ist vor allem die Landes- und Bündnisverteidigung: Deutschland und die NATO-Partner schützen, abschrecken und im Ernstfall verteidigen. Insbesondere seit 2022 steht dieser Auftrag wieder klar im Mittelpunkt, sichtbar an neuen Verbänden, neuem Material und an der Panzerbrigade 45 in Litauen.

Kurzüberblick

  • Das Heer ist mit rund 63.000 Soldatinnen und Soldaten (Ende 2025) die größte der vier Teilstreitkräfte
  • Die Bundeswehr führt aktuell zehn Truppengattungen im Heer
  • Zur Infanterie gehören Jäger, Gebirgsjäger und Fallschirmjäger
  • Verwendung und Laufbahn sind nicht dasselbe
  • Das KSK hat eigene Auswahl- und Ausbildungswege

Landes- und Bündnisverteidigung

Kampfbereite Verbände, die gemeinsam mit den NATO-Partnern abschrecken und im Ernstfall verteidigen.

Präsenz an der NATO-Ostflanke

Mit der Panzerbrigade 45 steht erstmals eine deutsche Kampfbrigade dauerhaft im Ausland.

Heimatschutz

Zusätzlich sichert die Heimatschutzdivision kritische Infrastruktur im Inland und stützt sich stark auf die Reserve.

Internationale Einsätze

Beiträge zu Missionen von NATO, EU und Vereinten Nationen, von Ausbildung bis Stabilisierung.

Hilfe im Inland

Unterstützung bei Hochwasser, Waldbränden und anderen Katastrophen im Rahmen der Amtshilfe.

Ausbildung und Übung

Zudem halten große Übungen im In- und Ausland Menschen und Material einsatzbereit.

Grundlage

Was bedeutet „Verwendung“ bei der Bundeswehr?

Deine Laufbahn beschreibt deinen Karriereweg. Deine Verwendung beschreibt dagegen stärker, was du fachlich tatsächlich machst.

Du kannst beispielsweise Feldwebel sein und trotzdem völlig unterschiedliche Tätigkeiten ausüben. Ein Feldwebel bei den Fallschirmjägern hat zum Beispiel einen anderen Alltag als ein Feldwebel der Fernmeldetruppe oder Heereslogistik.

Laufbahn

Wie verläuft deine Karriere?

Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere unterscheiden sich unter anderem bei Verantwortung, Ausbildung und Entwicklungsmöglichkeiten.

Verwendung

Was machst du konkret?

Deine Verwendung bestimmt wesentlich deine Aufgabe, Ausbildung, Ausrüstung, Einheit und damit häufig auch deinen späteren Dienstalltag.

Laufbahn und Verwendung gehören zusammen, beantworten aber zwei unterschiedliche Fragen.

Übersicht

Die Truppengattungen des Heeres

Eine Truppengattung fasst also Kräfte zusammen, die vergleichbare Fähigkeiten, Ausbildung, Ausrüstung und Aufträge besitzen. Die Bundeswehr führt aktuell zehn Truppengattungen des Heeres.

Kampftruppe

Infanterie

Jäger, Gebirgsjäger und Fallschirmjäger. Infanteristen kämpfen vor allem abgesessen und sind für unterschiedliche Geländearten und Einsatzbedingungen spezialisiert.

Kampftruppe

Panzertruppen

Panzertruppe und Panzergrenadiertruppe bilden gemeinsam den Truppengattungsverbund der Panzertruppen. Prägend sind unter anderem Leopard 2 sowie Puma und Marder.

Aufklärung

Heeresaufklärungstruppe

Informationen über Gegner und Gelände gewinnen und auswerten. Zusätzlich kommen unterschiedliche boden- und luftgestützte Aufklärungsmittel.

Kampfunterstützung

Artillerietruppe

Aufklärung, Führung und weitreichende Feuerunterstützung. Zu den zentralen Waffensystemen zählen vor allem Panzerhaubitze 2000 und MARS II.

Kampfunterstützung

Pioniertruppe

Hindernisse überwinden oder errichten, Kampfmittel beseitigen, Wege und Übergänge schaffen sowie mit schwerem technischen Gerät arbeiten.

Luftbeweglich

Heeresfliegertruppe

Die Heeresflieger unterstützen die Kräfte des Heeres mit Hubschraubern und ermöglichen dadurch unter anderem Transport, Aufklärung und luftbewegliche Operationen.

Versorgung

Heereslogistiktruppe

Nachschub, Transport, Versorgung, Bergung und Instandsetzung. Die Heereslogistik sorgt dafür, dass die Truppe beweglich und einsatzbereit bleibt.

Kommunikation

Fernmeldetruppe

Führungsfähigkeit herstellen und Kommunikationsverbindungen betreiben. Dazu gehören insbesondere moderne Informations- und Kommunikationssysteme.

Medizin

Sanitätsdienst des Heeres

Verwundete und erkrankte Soldatinnen und Soldaten versorgen, medizinische Unterstützung für Landoperationen bereitstellen und Rettungsketten absichern. Die übergreifende Gesundheitsversorgung liegt jedoch im Unterstützungsbereich, mehr dazu im Ratgeber Sanitätsdienst.

Spezialkräfte

Spezialkräfte des Heeres

Das Kommando Spezialkräfte (KSK) und seine unterstützenden Kräfte für besonders anspruchsvolle Aufträge, mit eigener Auswahl und Ausbildung. Mehr dazu im KSK-Exkurs weiter unten.

Innerhalb jeder Truppengattung gibt es außerdem zahlreiche konkrete Verwendungen und Dienstposten. Die Bezeichnung allein sagt deshalb noch nicht alles über deinen späteren Beruf aus. Welche Waffenfarbe zu welcher Truppengattung gehört und wo die Verbände stationiert sind, zeigt dir übrigens unsere Standortkarte mit Waffenfarben.

Oft gesucht

Jäger, Gebirgsjäger oder Fallschirmjäger?

Zur Infanterie des Heeres gehören insgesamt drei große Bereiche, nämlich Jäger, Gebirgsjäger und Fallschirmjäger. Alle sind infanteristisch geprägt, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Jäger

Die Jägertruppe ist vor allem für den Kampf in bebautem, urbanem oder stark bewaldetem Gelände ausgebildet.

Gebirgsjäger

Gebirgsjäger sind auf schwieriges Gelände, große Höhen sowie besondere Klima- und Wetterbedingungen spezialisiert.

Fallschirmjäger

Sie gehören dagegen zu den luftbeweglichen Kräften der Infanterie und sind für schnell verlegbare infanteristische Operationen ausgebildet.

Fallschirmjäger ist nicht gleich KSK: Trotzdem gehören beide Bereiche zum Heer und sind eng mit infanteristischen Fähigkeiten verbunden. Das Kommando Spezialkräfte ist jedoch ein eigener Spezialkräfteverband mit eigenen Auswahl- und Ausbildungswegen.

Mechanisierte Kräfte

Panzertruppe und Panzergrenadiere

Panzertruppe und Panzergrenadiertruppe bilden gemeinsam die Panzertruppen des Heeres. Beide gehören zu den mechanisierten Kräften und arbeiten deshalb eng zusammen.

Panzertruppe

Im Mittelpunkt steht vor allem der Kampf mit dem Kampfpanzer Leopard 2. Besatzungen müssen daher Fahrzeugtechnik, Waffenanlage und taktisches Vorgehen als Team beherrschen.

Panzergrenadiertruppe

Panzergrenadiere kämpfen hingegen aufgesessen mit Schützenpanzern und abgesessen als Infanterie. Damit verbinden sie mechanisierte Beweglichkeit mit infanteristischen Fähigkeiten.

Leben im Heer

Im Heer lernst du schnell:
Keiner schafft es allein.

Draußen, im Team, mit echter Verantwortung. Wir helfen dir, die Truppengattung zu finden, die zu dir passt.

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Nicht nur Kampftruppe

Technische und unterstützende Verwendungen im Heer

Wer zum Heer möchte, muss nicht automatisch Infanterist oder Panzerbesatzung werden. Denn ein erheblicher Teil der Aufgaben entsteht erst durch das Zusammenspiel von Kampf-, Kampfunterstützungs- und Unterstützungsfähigkeiten.

Pioniere

Technik, Baumaschinen, Brückenbau, Hindernisse und Kampfmittelabwehr verbinden militärische Anforderungen mit handwerklich-technischen Fähigkeiten.

Logistik und Instandsetzung

Versorgung, Transport und die Wiederherstellung einsatzbereiter Fahrzeuge und Geräte sind somit zentrale Voraussetzungen für jede größere Operation.

Fernmeldetruppe

Denn ohne sichere Kommunikation kann militärische Führung nicht funktionieren. Deshalb ist dieser Bereich stark technisch und systemorientiert.

Heeresaufklärung

Informationen beschaffen, Lagebilder erstellen und Gegner beziehungsweise Gelände aufklären. Gleichzeitig treffen hier Beobachtung, Sensorik und digitale Auswertung aufeinander.

Exkurs Spezialkräfte

KSK: Wie kommt man zum Kommando Spezialkräfte?

Viele Bewerber sagen schon vor dem Dienstantritt: „Ich will zum KSK.“ Das ist als langfristiges Ziel möglich, aber das Kommando Spezialkräfte funktioniert nicht wie eine gewöhnliche Verwendung, die du einfach aus einer Liste auswählst.

Das KSK gehört zwar zum Heer, hat aber eigene Auswahl- und Ausbildungsstrukturen. Für die Verwendungen als Kommandosoldatin beziehungsweise Kommandosoldat, Kommandooffizier und bestimmte weitere Spezialverwendungen wird die Eignung in einem Potenzialfeststellungsverfahren geprüft.

Auswahl

Potenzialfeststellungsverfahren

Die Bundeswehr prüft insbesondere körperliche Leistungsfähigkeit, psychische Belastbarkeit, Persönlichkeit, Teamfähigkeit und weitere Fähigkeiten in einem mehrteiligen Verfahren.

Danach

Anspruchsvolle Ausbildung

Das Bestehen des Auswahlverfahrens bedeutet zunächst, dass du für die weitere Spezialkräfteausbildung ausgewählt wurdest. Erst anschließend folgt die umfangreiche Ausbildung.

Muss ich vorher Fallschirmjäger sein?

Ein infanteristischer Hintergrund kann für bestimmte Wege naheliegend sein, aber die Zugangsmöglichkeiten zum KSK hängen vom jeweiligen Laufbahn- und Einstiegsmodell ab. Deshalb sollte man nicht pauschal behaupten, jeder spätere Kommandosoldat müsse zuvor zwingend mehrere Jahre Fallschirmjäger gewesen sein.

Was sucht das KSK?

Außerdem nennt die Bundeswehr unter anderem körperliche Leistungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Willensstärke, psychische Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein, Anpassungsfähigkeit und Reisebereitschaft als wichtige Eigenschaften.

KSK als Ziel angeben ist okay: Für deine erste Bundeswehr-Bewerbung solltest du trotzdem einen realistischen Einstiegsweg und eine konkrete reguläre Verwendung betrachten. Ob und wann später ein Weg in die Spezialkräfte möglich ist, hängt von deiner Laufbahn, Leistung, Eignung und den dann geltenden Voraussetzungen ab.

Orientierung

Welche Verwendung im Heer passt zu dir?

Entscheide nicht nur nach Namen, Videos oder dem vermeintlichen Prestige einer Einheit. Denn für mehrere Jahre Dienstzeit ist wichtiger, ob der tatsächliche Alltag zu deinen Stärken passt.

  1. Was willst du hauptsächlich machen? Infanteristisch arbeiten, Fahrzeuge bedienen, Technik betreuen, aufklären, kommunizieren, führen oder logistisch unterstützen?
  2. Wie wichtig ist dir körperlicher Außendienst? Verschiedene Verwendungen unterscheiden sich nämlich deutlich darin, wie viel Zeit du im Gelände, auf Fahrzeugen oder an technischen Systemen verbringst.
  3. Welche Qualifikation bringst du mit? Außerdem können Schulabschluss, Berufsabschluss, Studium und Berufspraxis deinen möglichen Einstiegsweg beeinflussen.
  4. Welche Standorte kommen infrage? Zudem ist nicht jede Truppengattung und nicht jede Verwendung an jedem Standort vorhanden.
  5. Was ist Plan B? Eine Wunschverwendung ist sinnvoll. Zusätzlich solltest du wissen, welche Alternativen für dich tatsächlich attraktiv wären.

Einplanung

Kannst du dir deine Verwendung aussuchen?

Du kannst Wünsche äußern. Eine Garantie für eine bestimmte Verwendung oder einen bestimmten Standort gibt es aber nicht.

Bei der Einplanung spielen insbesondere deine persönliche Eignung, die Voraussetzungen der jeweiligen Verwendung und die verfügbaren Dienstposten beziehungsweise der Personalbedarf eine Rolle.

Mythos „zwei bis drei Wünsche beschleunigen das Verfahren“: Stattdessen können mehrere sinnvolle Alternativen deine Flexibilität erhöhen. Eine pauschale Aussage, dass genau zwei oder drei Wünsche dein Verfahren automatisch beschleunigen, lässt sich aber nicht verbindlich belegen.

Belastung

Welche Verwendung im Heer ist körperlich am härtesten?

Eine offizielle Rangliste gibt es allerdings nicht. Trotzdem können infanteristische und bestimmte spezialisierte Verwendungen hohe körperliche Anforderungen stellen, aber auch innerhalb einer Truppengattung unterscheiden sich Dienstposten deutlich.

Fallschirmjäger, Gebirgsjäger oder Spezialkräfte werden deshalb häufig mit besonders hoher körperlicher Belastung verbunden. Daraus sollte aber nicht gefolgert werden, dass technische oder unterstützende Verwendungen grundsätzlich körperlich leicht sind. Übungen, Märsche und militärische Grundfertigkeiten gehören auch dort zum Soldatenberuf.

Nach der Bundeswehr

Welche Verwendung bringt dir später zivil etwas?

Die Aussage „Logistik bringt zivil am meisten“ ist zu pauschal. Entscheidend sind vor allem die konkrete Ausbildung, erworbene Abschlüsse, Lehrgänge, Berufserfahrung und dein späteres Berufsziel.

Besonders naheliegende Überschneidungen mit zivilen Berufsfeldern gibt es beispielsweise bei Logistik, Instandsetzung, Fahrzeugtechnik, Kommunikation, IT-nahen Tätigkeiten, medizinischen Verwendungen und technischen Fachaufgaben.

Aber: Auch eine überwiegend militärische Verwendung kann Fähigkeiten wie Führung, Organisation, Belastbarkeit oder Verantwortung vermitteln. Ob diese später beruflich verwertbar sind, hängt allerdings vom individuellen Werdegang ab.

Dein Weg

So kommst du ins Heer

Der Weg ins Heer beginnt wie bei allen Bereichen der Bundeswehr mit der Bewerbung beim Karrierecenter. Dort kannst du außerdem deinen Wunsch nach dem Heer und nach einer bestimmten Truppengattung klar benennen.

  1. OrientierenZuerst Truppengattungen vergleichen und prüfen, was zu dir passt. Der Soldatencheck hilft dabei.
  2. Voraussetzungen klärenAlter, Abschluss, Gesundheit und Staatsangehörigkeit prüfen: Voraussetzungen.
  3. BewerbenOnline oder über das Karrierecenter bewerben. Ablauf und Unterlagen: Bewerbung.
  4. AuswahlverfahrenComputertest, Sporttest, ärztliche Untersuchung und Gespräch: Einstellungstest und Sporttest.
  5. DienstantrittStart mit der Grundausbildung, danach die Ausbildung in deiner Truppengattung.

FAQ

Häufige Fragen zu Verwendungen im Heer

Truppengattungen und Verwendungen

Welche Truppengattungen gibt es im Heer der Bundeswehr?

Die Bundeswehr führt zehn Truppengattungen des Heeres: Panzertruppen, Infanterie, Heeresaufklärungstruppe, Pioniertruppe, Heeresfliegertruppe, Artillerietruppe, Heereslogistiktruppe, Fernmeldetruppe, Spezialkräfte und den Sanitätsdienst des Heeres. Innerhalb dieser Truppengattungen gibt es außerdem zahlreiche konkrete Verwendungen.

Welche Soldaten gehören zur Infanterie der Bundeswehr?

Zur Infanterie des Heeres gehören Jäger, Gebirgsjäger und Fallschirmjäger. Sie sind jedoch für unterschiedliche Geländearten und Einsatzbedingungen ausgebildet.

Kann ich mir meine Verwendung bei der Bundeswehr aussuchen?

Du kannst im Bewerbungs- und Beratungsverfahren Wünsche zu Laufbahn, Verwendung und Standort äußern. Eine Garantie für eine bestimmte Verwendung gibt es jedoch nicht. Allerdings berücksichtigt die Bundeswehr unter anderem deine Eignung, die Voraussetzungen der jeweiligen Verwendung und den aktuellen Personalbedarf.

KSK, Laufbahn und Belastung

Kann ich direkt zum KSK?

Das Kommando Spezialkräfte hat eigene Einstiegs- und Auswahlwege. Für Verwendungen als Kommandosoldat beziehungsweise Kommandooffizier und für bestimmte weitere Spezialverwendungen ist ein Potenzialfeststellungsverfahren vorgesehen. Die konkreten Voraussetzungen hängen außerdem vom Einstiegsweg und der angestrebten Verwendung ab.

Was ist der Unterschied zwischen Laufbahn und Verwendung?

Die Laufbahn beschreibt deinen militärischen Karriereweg, zum Beispiel Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel oder Offiziere. Die Verwendung beschreibt dagegen stärker deine konkrete fachliche Aufgabe, beispielsweise Jäger, Panzergrenadier, Pionier oder Fernmelder.

Welche Verwendung im Heer ist körperlich besonders fordernd?

Eine allgemeine Rangliste gibt es allerdings nicht. Trotzdem können infanteristische und bestimmte spezialisierte Verwendungen hohe körperliche Anforderungen stellen. Wie fordernd eine Tätigkeit tatsächlich ist, hängt jedoch von Verwendung, Dienstposten, Einheit und konkretem Auftrag ab.

Fallschirmjäger und Einstieg ins Heer

Gehören die Fallschirmjäger zum Heer?

Ja. Die Fallschirmjäger gehören zur Infanterie des Heeres und sind in der Division Schnelle Kräfte organisiert. Für die Sprungausbildung gelten außerdem zusätzliche Anforderungen an Fitness und Gesundheit.

Welchen Schulabschluss brauche ich für das Heer?

Das hängt von der Laufbahn ab, nicht von der Teilstreitkraft. Für Mannschaften sind die Hürden am niedrigsten, für Feldwebel und Offiziere gelten dagegen höhere Anforderungen. Offiziere brauchen deshalb in der Regel Abitur oder Fachhochschulreife. Verbindlich klärt das dein Karrierecenter.

Quellen & Transparenz

Offizielle Informationen zum Heer

Truppengliederungen, Personalbedarf, Einstiegswege und Auswahlverfahren können sich jedoch ändern. Deshalb orientieren wir uns an den aktuellen Seiten der Bundeswehr. Die verbindliche Einplanung in eine konkrete Verwendung erfolgt deshalb ausschließlich durch die zuständigen Bundeswehrstellen.

Stand: 27.09.2026. Bildnachweise findest du ganz unten auf der Seite.

Orientierung

Welche Richtung im Heer passt zu dir?

Infanterie, Panzer, Technik, Aufklärung oder vielleicht langfristig Spezialkräfte? Deshalb helfen wir dir dabei, deine Interessen und Vorqualifikationen zu strukturieren und die passenden offiziellen Einstiegswege zu finden.

  • Orientierung zu Laufbahn und Verwendung
  • Persönlicher Ansprechpartner
  • Einordnung sinnvoller Alternativen
Wichtig: Wir können dir keine bestimmte Verwendung, Einheit, einen Standort oder einen späteren KSK Einstieg zusagen. Die verbindliche Eignungsfeststellung und Einplanung erfolgt jedoch ausschließlich durch die Bundeswehr.

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