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Bundeswehr Wissen

Dienstgrade Bundeswehr: Reihenfolge & Übersicht

Die Dienstgrade der Bundeswehr zeigen die militärische Rangordnung vom niedrigsten Mannschaftsdienstgrad bis zum General oder Admiral. Hier findest du die Reihenfolge, die sieben Dienstgradgruppen und die entsprechenden Bezeichnungen der Marine.

Kurzantwort

  • Die Bundeswehr kennt 26 Dienstgrade
  • Sie sind in sieben Dienstgradgruppen gegliedert
  • Die Reihenfolge reicht von den Mannschaften bis zu General oder Admiral
  • Die Marine verwendet bei vielen Dienstgraden eigene Bezeichnungen
  • Dienstgrad und Erfahrungsstufe beeinflussen die Besoldung

Dienstgrade Bundeswehr: Reihenfolge von Mannschaft bis General

Die Bundeswehr gliedert ihre Dienstgrade in sieben Dienstgradgruppen: Mannschaften, Unteroffiziere ohne Portepee, Unteroffiziere mit Portepee, Leutnante, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale. Die folgende Übersicht zeigt die reguläre Reihenfolge und stellt die entsprechenden Marinebezeichnungen gegenüber.

Hinweis: Der niedrigste Mannschaftsdienstgrad trägt abhängig von Teilstreitkraft und Truppengattung unterschiedliche Bezeichnungen, zum Beispiel Schütze, Jäger, Grenadier, Pionier, Funker, Flieger, Sanitätssoldat oder Matrose.

1. Mannschaften

Heer / Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Niedrigster Mannschaftsdienstgrad
z. B. Schütze, Jäger, Grenadier, Pionier oder Flieger
Matrose A 3
Gefreiter Gefreiter A 3 mit Zulage
Obergefreiter Obergefreiter A 4
Hauptgefreiter Hauptgefreiter A 4 mit Zulage
Stabsgefreiter Stabsgefreiter A 5
Oberstabsgefreiter Oberstabsgefreiter A 5 mit Zulage
Korporal Korporal A 6
Stabskorporal Stabskorporal A 6 mit Zulage

2. Unteroffiziere ohne Portepee

Heer / Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Unteroffizier Maat A 5
Stabsunteroffizier Obermaat A 6 oder A 7

3. Unteroffiziere mit Portepee

Diese Dienstgradgruppe umfasst die Feldwebel beziehungsweise die Bootsleute der Marine.

Heer / Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Feldwebel Bootsmann A 7
Oberfeldwebel Oberbootsmann A 7 mit Zulage
Hauptfeldwebel Hauptbootsmann A 8 mit Zulage
Stabsfeldwebel Stabsbootsmann A 9
Oberstabsfeldwebel Oberstabsbootsmann A 9 mit Zulage

4. Leutnante

Heer / Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Leutnant Leutnant zur See A 9
Oberleutnant Oberleutnant zur See A 10

5. Hauptleute

Heer / Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Hauptmann Kapitänleutnant A 11 oder A 12
Stabshauptmann Stabskapitänleutnant A 13 oder A 13 mit Zulage

6. Stabsoffiziere

Heer / Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Major Korvettenkapitän A 13
Oberstleutnant Fregattenkapitän A 14 oder A 15
Oberst Kapitän zur See A 16, B 2 oder B 3

7. Generale und Admirale

Heer / Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Brigadegeneral Flottillenadmiral B 6
Generalmajor Konteradmiral B 7
Generalleutnant Vizeadmiral B 9
General Admiral B 10 oder B 10 mit Zulage

Die Besoldungsangaben zeigen die möglichen beziehungsweise typischen Zuordnungen der regulären Dienstgrade. Die tatsächlichen Bezüge hängen zusätzlich unter anderem von Erfahrungsstufe, Dienstposten, persönlicher Situation und möglichen Zulagen ab.

Dienstgrade im Alltag erkennen und einordnen

Niemand erwartet von dir am ersten Tag, dass du jede Dienstgradbezeichnung und jedes Abzeichen auswendig kennst. Für den Anfang helfen einige einfache Grundregeln.

  1. Erst die Dienstgradgruppe erkennen Mannschaft, Unteroffizier oder Offizier richtig einzuordnen ist am Anfang wichtiger, als jeden einzelnen Dienstgrad sofort zu kennen.
  2. Auf die Reihenfolge achten Zusätze wie Ober, Haupt, Stabs oder Oberstabs tauchen bei verschiedenen Dienstgraden auf und helfen dir bei der Einordnung.
  3. Marinebezeichnungen separat merken Maat, Bootsmann, Kapitänleutnant oder Admiral folgen derselben militärischen Hierarchie, tragen aber teilweise andere Namen.
  4. Im Zweifel nachfragen Gerade während der ersten Wochen ist es völlig normal, noch nicht jeden Dienstgrad sicher zu erkennen.

Ausführlich

Wie Beförderungen bei der Bundeswehr funktionieren

Dienstzeit spielt bei Beförderungen eine Rolle, führt aber nicht automatisch zum nächsten Dienstgrad. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, hängt von Laufbahn und Dienstgrad ab.

Für verschiedene Beförderungen gelten Mindestdienstzeiten und weitere laufbahnrechtliche Voraussetzungen. Hinzu kommen je nach Karriereweg Ausbildungsabschnitte, Lehrgänge, Eignung und die Voraussetzungen des jeweiligen Dienstpostens.

Dienstzeit allein garantiert keine Beförderung. Entscheidend sind die Voraussetzungen für den nächsten Dienstgrad und die jeweilige Laufbahn.

Beispiel Mannschaftsdienstgrade

In der Mannschaftslaufbahn nennt die Bundeswehr beispielsweise Mindestdienstzeiten von drei Monaten für den Gefreiten, sechs Monaten für den Obergefreiten und zwölf Monaten für den Hauptgefreiten. Für höhere Mannschaftsdienstgrade gelten entsprechend längere Mindestdienstzeiten und weitere Voraussetzungen.

Warum die Laufbahn entscheidend ist

Die Dienstgrade sind eng mit den Laufbahnen verbunden. Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere übernehmen unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungsbereiche. Deshalb ist bei der Karriereplanung weniger wichtig, möglichst schnell einen bestimmten Dienstgrad zu erreichen, sondern eine Laufbahn zu wählen, die zu deinen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Zielen passt.

Dienstgrad und Besoldung

Das Grundgehalt richtet sich insbesondere nach der Besoldungsgruppe und der Erfahrungsstufe. Ein Dienstgrad kann teilweise mehreren Besoldungsgruppen zugeordnet sein. Zusätzlich können je nach persönlicher Situation und Verwendung weitere Bezüge oder Zulagen hinzukommen.

Häufige Fragen zu den Dienstgraden der Bundeswehr

Welche Dienstgrade gibt es bei der Bundeswehr?

Die Bundeswehr kennt 26 Dienstgrade, die in sieben Dienstgradgruppen gegliedert sind: Mannschaften, Unteroffiziere ohne Portepee, Unteroffiziere mit Portepee, Leutnante, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale.

Wie heißen die Dienstgrade bei der Marine?

Die Marine verwendet bei mehreren Dienstgraden eigene Bezeichnungen. Beispiele sind Matrose als niedrigster Mannschaftsdienstgrad, Maat statt Unteroffizier, Bootsmann statt Feldwebel, Leutnant zur See statt Leutnant und Kapitän zur See statt Oberst.

Was bedeutet Unteroffizier mit Portepee?

Unteroffiziere mit Portepee sind die Feldwebel beziehungsweise Bootsleute der Marine. Dazu gehören Feldwebel, Oberfeldwebel, Hauptfeldwebel, Stabsfeldwebel und Oberstabsfeldwebel beziehungsweise die entsprechenden Bootsmann Dienstgrade.

Wie schnell wird man bei der Bundeswehr befördert?

Für Beförderungen gelten je nach Laufbahn und Dienstgrad unterschiedliche Voraussetzungen und Mindestdienstzeiten. Das Erreichen einer bestimmten Dienstzeit allein garantiert keine Beförderung.

Welcher Dienstgrad bekommt welche Besoldung?

Die Besoldung hängt unter anderem vom Dienstgrad und der Erfahrungsstufe ab. Einige Dienstgrade können mehreren Besoldungsgruppen zugeordnet sein. Hinzu kommen je nach persönlicher Situation und Verwendung mögliche Zulagen und weitere Bezüge.

Quellen & Transparenz

Offizielle Angaben haben Vorrang

Die Dienstgradstruktur und Besoldungszuordnungen wurden anhand offizieller Informationen der Bundeswehr aufbereitet. Bei einzelnen Dienstposten, Laufbahnen oder besonderen Verwendungen können zusätzliche Regelungen gelten.

Unsicher?

Welche Laufbahn passt zu deinem Ziel?

Dienstgrade sind das Ergebnis einer Laufbahn. Wenn du noch nicht weißt, ob Mannschaften, Unteroffiziere oder die Offizierlaufbahn zu dir passen, helfen wir dir dabei, deinen möglichen Weg zu strukturieren.

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